ZineFest 2016

Warum ich am Sonntag, den 30. Oktober 2016 unseren Stand am ZineFest leer gelassen habe:

Als Aussteller stört mich der Mangel an Werbung für eine Veranstaltung, die zwar zum wiederholten Mal stattfindet, aber an einen neuen Ort gezogen ist.
Resultat war eine geringe BesucherInnenzahl und entsprechend wenig Umsatz und Kontakt zu potentiell interessiertem Publikum. Erschwerend kam auch noch die dürftige Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz hinzu.
Als positiv möchte ich anmerken, dass das ZineFest nicht dem Trend gefolgt ist, aufs sichere Terrain des Ostteils von Berlin zu flüchten.

Als Person hat mich bereits am Empfang abgestossen, dass mit mir selbstverständlich englisch gesprochen wurde.
Später habe ich am Stand mit viel Freude meine Französischkenntnisse wieder aufgefrischt und mit internationalen BesucherInnen englisch gesprochen - keine Frage.
Aber dass die Herren/Damen/Personen der Organisation, die sich so viel Mühe mit der politischen Korrektheit geben, nicht im Stande sind mit mir in der Landessprache zu kommunizieren, finde ich CHAUVINISTISCH!
Den Rest hat mir allerdings die „Safer Space Policy“ gegeben, die am Eingang auslag und die uns Ausstellern auch vorab per E-Mail zugesandt worden war. Darin sind wohlmeinende Vorschriften im Umgang mit Mitmenschen aufgeführt, bei denen ich mich ernsthaft gefragt habe, mit welchen TrottelInnen ich da wohl in einem Saal sitzen werde, dass denen minutiös mitgeteilt werden muss, auf wie viele Arten man/frau/person Menschen nicht beleidigt darf. Wahrscheinlich um die Ernsthaftigkeit dieser Vorschrift zu demonstrieren, wurde mein Standnachbar - ein sympathischer Punk aus Frankreich - zum Gespräch gebeten, weil sein Ohrschmuck (Tunnel/Plug) sich Attribute einer anderen Kultur zu eigen machen würde und er den Schmuck deshalb doch zu verbergen hätte. Mein Nachbar quittierte dies folgerichtig mit „…ich werde mein Gesicht nicht für Euch verändern…“ und räumte mit seiner Partnerin den Stand.
Dergestalt angewandt, schlangen gut gemeinte Regeln fürs Zusammenleben in groteske Spiessigkeit um!
Ich zitiere aus dem Begrüssungsheft:
„Als Zinefest Berlin Orga-Team behalten wir uns das Recht vor, Menschen, die gegen unsere Safer Space Policy verstossen, zu bitten, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen und dieses zu ändern.“

- na, dann macht mal!!!

Dieser Artikel bildet ausschliesslich meine persönliche Meinung und nicht die allgemeine Bandmeinung ab,
Bert Henning

Der heisse Tipp:

Wer am Wochenende vom 29. bis 30. Oktober 2016 noch nichts vor hat, dem sei das diesjährige „Zinefest“ ans Herz gelegt.


Die jeweils von Mittag bis 19 Uhr stattfindende Veranstaltung präsetiert zum wiederholten Mal Fanzines aus der ganzen Welt zu unterschiedlichsten Themen.
Dem einen oder anderen ist das Zinefest sicherlich als Veranstaltung in der SFE im Mehringhof eine Begriff. Dort wurde aber der Platz für die Podiumsgespräche, Diskussionen, Workshops und vor allem für die Verkaufstische zu eng, weswegen sich die Veranstalter zu einem Umzug in das „Greenhouse“ in der Gottlieb-Dunkel-Str. 43/44 entschlossen.
Kunstkraut wird dort auf jeden Fall auch beide Tage mit einem Tisch präsent sein und „Krach und Frieden“, der Kunstkraut-Comic mit CD feilbieten.



Wir sehen uns dort

Mehr Infos


Zinefest Berlin 2016
29-30 Oktober
12-19 Uhr
Greenhouse
Gottlieb-Dunkel-Str. 43/44
12099 Berlin
Bus 277 bis Industriestrasse oder
Bus 170 bis Rixdorfer-/Ullsteinstrasse

Krautmob - schwing die Hufe!


Krautbuben und Kunstmädels aufgepasst:

Kunstkraut spielt für einen guten Zweck (als ob wir das nicht schon immer getan hätten: Wir haben schon für Bier, ein müdes Lächeln oder den Untergang des Abendlandes gespielt!).
Diesmal unterstützen wir jedoch mit unserem Auftritt das "House of Life" in der Blücherstrasse 26b und hoffen, Ihr folgt unserem Beispiel!



Für mehr MITEINANDER
lädt die Kiez Community am Samstag, 22.10.2016 ab 16 Uhr zum Charity Konzert zugunsten der Kiez Community Projekte ins House of Life ein
(Reinhold-Voht-Saal, Blücherstr. 26 b, 10961 Berlin, U7-Südstern, od. Gneisenaustr.)



Programm:
16:00 Uhr: Einlass 5 Euro, 1 Softgetränk gratis, solange Vorrat reicht
16:30 Uhr: Begrüßung und Vorstellung der Kiez Community und des House of Life
17:00 Uhr: Band: Doc Blue Session Band
18:45 Uhr: Vorstellung der Kiez Community Projekte
19:15 Uhr: Band: Kunstkraut (Krautrock)
21:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Kulinarische Betreuung während der gesamten Veranstaltung durch das von ehrenamtlichen Helfern betriebene gemeinnützige Café Bohne mit Kaffee und Kuchen, Softgetränken und Fingerfood.

Für mehr Information: Klickstdu